Feuern mit Holz – gewusst wie?

Holz ist eine klimafreundliche, erneuerbare und einheimische Energiequelle, deren Potenzial es zu nutzen gilt. Dass Holz als Brennstoff zunehmend an Beliebtheit gewinnt, belegt die steigende Zahl moderner Holzfeuerungen. Ausserdem wird ein gemütliches Cheminéefeuer oft auch mit hoher Wohnqualität gleichgesetzt.
Die Kehrseite der Medaille: Vor allem ältere und handbeschickte Holzöfen verursachen Feinstaub. Werden aber ein paar einfache Regeln beachtet, lassen sich auch diese Holzfeuerungen umweltfreundlich betreiben.

Geeignete Holzbrennstoffe:

Verwenden Sie in Ihrem Ofen oder Cheminée nur naturbelassenes Stückholz wie Scheite aus trockenem Nadel- oder Laubholz. Möglich ist auch die Verwendung von nicht stückigem Holz wie z.B. bindemittelfreie Briketts aus naturbelassenem Holz. Zum Anfeuern sind spezielle Anzündhilfen (z.B. wachsgetränkte Holzwolle) besser geeignet als Papier.

 

Verbotene Brennstoffe:

Nicht erlaubt ist das Verbrennen von Karton, Holz von Ein- und Mehrwegpaletten, Kisten und Harassen. Verboten ist auch das Verbrennen von Möbeln und jeglichem Holz aus Gebäuderenovationen oder Abbrüchen. Wer solche Stoffe verbrennt, schadet sich selbst und der Umwelt und macht sich zudem strafbar.

 

Holzlagerung

Wie lagern Sie Ihr Brennholz optimal?
Brennholz sollte vor Regen und gegen Staunässe geschützt werden.
Wenn Sie Holzscheite zur Lagerung aufschichten, achten Sie auf gute Durchlüftung.
Luftgetrocknetes Brennholz mit einer Restfeuchte von 15 bis 18% hat gegenüber waldfeuchtem Holz den doppelten Heizwert.

Richtwerte für die Lagerungsdauer verschiedener Holzarten
Pappel, Fichte: 1 Jahr
Linde, Erle, Birke: 1.5 Jahre
Buche, Esche, Obstbäume: 2 Jahre
Eiche: 3 Jahre

          

Anfeuern und die Umwelt schonen

Was benötigen Sie dazu?
Zum Beispiel 4 trockene Tannenholzscheite mit einem Querschnitt von ca. 3 x 3 cm und einer Länge von
ca. 20 cm sowie eine Anzündhilfe wie beispielsweise wachsgetränkte Holzwolle.

Wie bauen Sie Ihr Anfeuermodul für einen emissionsarmen Start?
Stellen Sie die 4 Scheite und die Anzündhilfe, wie abgebildet, zusammen.

Wo platzieren Sie das Anfeuermodul?
Im Ofen oder Cheminée wird das Anfeuermodul oben auf dem Brennstoffstapel aufgebaut. Je nach Platzverhältnissen schichten Sie das Brennholz ungekreuzt oder als Kreuzbeige auf. Die dicken Scheite werden unten platziert, die dünneren obendrauf geschichtet.
Wichtig ist, dass der Abstand zwischen den einzelnen Holzscheiten genügend gross ist. Dieser sollte etwa 1 cm und bei der Kreuzbeige etwas mehr betragen.

Tipps

Vor dem Feuern

Füllen des Brennraumes
Weniger ist mehr. Überfüllen Sie den Brennraum nicht und verwenden Sie kleinere Holzscheite. Befolgen Sie die Bedienungsanleitung zu Ihrem Cheminée oder Ofen.

Vor dem Start
Falls nötig, reinigen Sie den Rost, damit die Verbrennungsluft ungehindert durch den Brennraum strömen kann. Luftklappen am Ofen auf maximale Leistung stellen und den Kaminschieber ganz öffnen.

Während des ganzen Abbrands
Verschenken Sie keine Energie. Lassen Sie Luft- und Rauchgasklappen ganz geöffnet. Durch eine ausreichende Sauerstoffzufuhr erzielen Sie eine bessere Verbrennung, weniger Russablagerungen und damit auch eine
bessere Energieausbeute. Auch werden dadurch etliche Schadstoffe verbrannt und gelangen nicht mehr in unsere Umwelt.

Wenn die Flammen erloschen sind und
starke Glut vorhanden ist
Gegebenenfalls ein Holzscheit oder ein Brikett nachlegen.

Wenn nur noch schwache Glut vorhanden ist
Luftklappe am Ofen (Zuluft) drosseln.

Erst wenn keine Glut mehr vorhanden ist
Luftklappen und Kaminschieber (Abluft) schliessen, damit der Ofen nicht zu schnell auskühlt.

Nach dem Feuern

Wenn Asche auf dem Rost liegt
Falls nötig, reinigen Sie den Rost, damit der Zuluftstrom nicht durch Ablagerungen behindert wird. Die Asche sollte in regelmässigen Abständen aus der Ascheschublade und dem Feuerraum entfernt werden. Vor der endgültigen Entsorgung der Asche ist sie in einem geschlossenen Metallbehälter mindestens 3 Tage zwischen zu lagern. So kann einer allfälligen Brandgefahr entgegengewirkt werden.

Wohin mit der Asche?
Asche enthält nebst Kalium und Phosphor auch Schadstoffe und ist damit nur bedingt als Dünger geeignet. Nach dem vollständigen Auskühlen ist die Asche mit dem Hauskehricht zu entsorgen.

Wenn die Glastür des Ofens oder Cheminées
verschmutzt ist

Mit einem Gemisch aus Wasser und Asche lässt sich Glas einfach und günstig reinigen. Bei hartnäckigen Russablagerungen sollten Sie auf scheuernde Reinigungsmittel verzichten. Glassscheiben an Feuerungsanlagen sind hitzebeständig, jedoch nicht immer kratzfest. Fragen Sie in diesem Fall Ihren Kaminfeger. Er wird Sie gerne beraten.

Wann müssen Ofen und Cheminée gewartet
werden?

Bei gelegentlicher Feuerung ist der Reinigungsturnus sehr individuell und hängt von Art und Menge des verwendeten Holzbrennstoffes ab. Weiches Nadelholz führt in der Regel zu stärkeren Verschmutzungen als hartes Laubholz.

Wer richtig heizt…

… senkt die Energiekosten

Richtiges Anfeuern
Durch richtiges Anfeuern und unter Verwendung der empfohlenen Brennstoffe wird eine effiziente Energiegewinnung mittels hoher Verbrennungstemperaturen erreicht. Dadurch entstehen weniger Ablagerungen, was die Lebensdauer und die Betriebssicherheit Ihrer Feuerungsanlage erhöht.

Ihre Reinigung
Durch richtiges Anfeuern und unter Verwendung der empfohlenen Brennstoffe wird eine effiziente Energiegewinnung mittels hoher Verbrennungstemperaturen erreicht. Dadurch entstehen weniger Ablagerungen, was die Lebensdauer und die Betriebssicherheit Ihrer Feuerungsanlage erhöht.

… verbessert die Luftqualität

Rauch bedeutet Feinstaub
Aber bei richtigem Anfeuern brennt Ihr Holzfeuer nach spätestens 15 Minuten rauchfrei. Damit leisten Sie aktiv einen positiven Beitrag für Ihre Gesundheit und die Umwelt.

Quelle: www.agv-ag.ch